14. Juli 2026
Ford Trucks setzt auf Retarder-Technologie von Driventic
HEIDENHEIM, DEUTSCHLAND. Mit seiner im Sommer 2024 eingeführten F-LINE-Baureihe und der neuesten Generation F-MAX GEN 2.0 will Ford Trucks seinen Marktanteil in Deutschland weiter ausbauen. Der Fokus liegt dabei auf mittelständischen Unternehmen mit kleineren Fuhrparks sowie auf der Baubranche. Dazu setzt das Unternehmen auf die Retarder-Technologie von Driventic – und baut damit auf ein erfolgreiches Konzept. Driventic, das aus Teilen der Antriebssparte des internationalen Technologiekonzerns Voith hervorgegangen und mittlerweile ein eigenständiges Unternehmen ist, war bereits exklusiver Partner von Ford für die F-MAX-Baureihe. Die Retarder kommen im 2021 eingeführten Ecotorq-Getriebe zum Einsatz, das vom Nutzfahrzeughersteller selbst entwickelt und gefertigt wird.
Seit vielen Jahren ermöglichen die von Voith/Driventic entwickelten hydrodynamischen Retarder, dass Busse und Lkw rund 90 Prozent aller Bremsvorgänge verschleißfrei durchführen können. Dank ihrer Dauerbremsfunktion entlasten die Retarder die Betriebsbremsen und senken so die Kosten für Ersatzteile und Wartung.
Zudem bieten sie einen erheblichen Sicherheitsvorteil im täglichen Fahrzeugbetrieb. Bei anspruchsvollen Fahrsituationen wie Anpassungsbremsungen auf der Autobahn oder langen Gefällestrecken können herkömmliche Reibungsbremsen schnell Temperaturen von bis zu 1.000 °C erreichen, wodurch ihre Bremswirkung rapide nachlässt. Beim Bremsen mit dem Retarder bleiben die Betriebsbremsen hingegen im Normalbetrieb kühl und können in Notfallsituationen mit voller Leistung eingesetzt werden. Aus diesem Grund sind Dauerbremssysteme mittlerweile europaweit in Bussen und Lkw gesetzlich vorgeschrieben.
Gleichzeitig bietet der Retarder auch wirtschaftliche Vorteile – und das nicht nur, weil die längere Lebensdauer der Betriebsbremsen weniger Werkstattbesuche und damit geringere Wartungskosten bedeutet. Retarder ermöglichen es den Fahrzeugen zudem, mit höheren und gleichmäßigeren Durchschnittsgeschwindigkeiten zu fahren. Dies erhöht die Nutzlastkapazität, was wiederum die Effizienz von Bussen und Lkw verbessert.
Gleichmäßigere Geschwindigkeiten bedeuten zudem einen geringeren Kraftstoffverbrauch und damit umweltfreundlicheres Fahren. Übrigens: Ein Retarder verhindert nicht nur CO2-Emissionen, sondern auch 80 Prozent aller Bremsstaubemissionen.
Wie alle Driventic-Retarder sind auch die in den neuen F-LINE-Modellen verwendeten Ausführungen auf ein möglichst geringes Gewicht ausgelegt. Dadurch können Fahrzeugbetreiber die zulässige Nutzlast optimal ausnutzen. Ford Trucks bietet in dieser Produktlinie insgesamt drei Segmente mit jeweils mehreren Varianten an: Abschleppfahrzeuge, Nutzfahrzeuge für die Baubranche und Fernverkehrs-Lkw. Diese sind alle auf die Bedürfnisse der jeweiligen Segmente zugeschnitten und auch mit 13-Liter-Motoren (Euro 6) sowie optional mit Driventic-Retardern erhältlich.
Mehr Informationen zum Retarder R 115CT und weitere Innovationen von Driventic: Vom 14. bis 20. September live auf der IAA Transportation 2026 in Hannover (Halle 11 / Stand B06).
Kontakt
Sebastian Busch
Vice President Brand & Communications
Tel +49 7321 746 2052
Highlights auf einen Blick
Driventic ist der exklusive Partner von Ford Trucks für die Lieferung von Retardern.
Retarder-Technologie von Driventic macht den Fahrzeugbetrieb effizienter und umweltfreundlicher.
Seit 2021 wurden bereits mehr als 10.000 Ford Trucks mit Driventic R 115CT-Retardern ausgeliefert.
Bereits seit 2019 treibt Driventic mit dem VEDS die Elektromobilität von Nutzfahrzeugen voran. Mit den nächsten Entwicklungsgenerationen will das Unternehmen neue Anwendungen für das Antriebssystem erschließen. Neue Fertigungsstandorte und Partnerschaften in den USA und China sollen die globale Präsenz von Driventic weiter stärken.